The Films

The Films

Band: The Films

Interviewer: Franziska

Datum: 25. November 2009


Farrelmagazine.com: Heute startet eure Tour. Wie lang geht die Tour und wohin?
Michael Trent: Zweieinhalb Wochen. Wir reisen durch ganz Deutschland. Ich weiß nicht ganz genau, wohin, aber warte, ich habe hier einen Zettel mit den Daten: Wir sind heute in Köln, dann fahren wir nach Kaiserslautern, Lingen, Frankfurt, Stuttgart, Hannover, Rostock, Hamburg, Wuppertal, dann nach Amsterdam und Dordrecht.

Farrelmagazine.com: Aber ihr wart schon mal hier, oder?
Michael Trent: Ja. Ich glaube, wir haben sogar vor zwei Jahren hier in demselben Club gespielt.

Farrelmagazine.com: Habt ihr Zeit dazu, euch die Stadt anzuschauen oder bleibt ihr nur im Hotel?
Michael Trent: Nein, wir waren heute schon im Dom. Der war unglaublich! Und gestern Abend waren wir beim Karneval – glücklicherweise hat uns jemand gewarnt! Das war heftig, aber am Anfang dachten wir, „Wow, was ist hier los“. Wir dachten, Köln wäre immer so.

Farrelmagazine.com: Wie würde für euch ein perfekter Tag auf Tour aussehen?
Jacob Sinclair: Ich weiß nicht. Der perfekte Tag... Wir würden wohl irgendwo am Strand aufwachen, dann hätten wir ein paar Drinks und würden die Show spielen. Normalerweise wachen wir irgendwo auf, wo es kalt ist, wir machen unsere Routine. Ja, am Strand wäre cool.

Farrelmagazine.com: Was ist die nervigste Frage, die man euch stellen kann?
Michael Trent: Das ist eine gute Frage! Da gibt es ein paar. Die könnt ihr dann von eurer Liste streichen (lacht)! „Warum habt ihr euch The Films genannt?“, „Beschreibt euren Sound“, „Ihr klingt so britisch, warum ist das so?“, ich meine, das ist nicht wirklich nervig, aber wir hören es zu oft. Aber meistens in Deutschland. „Was ist das Verrückteste, das euch je auf Tour passiert ist?“ Das ist ein bisschen zu persönlich, darüber will man nicht reden. Ich glaube, das war es hauptsächlich.

Farrelmagazine.com: Warum hat es so lange gedauert, bis euer neues Album herausgekommen ist? Es kam in Japan schon im Frühling raus, und hier erst jetzt im Herbst.
Michael Trent: Es war schon lange aufgenommen, aber wir wollten es hier erst veröffentlichen, wenn wir auch auf Tour kommen. Ansonsten hat es eine Weile gedauert, bis wir das neue Album aufgenommen haben und der ganze Prozess. Nach unserem letzten Album haben wir unser Plattenlabel gewechselt.

Farrelmagazine.com: Ihr seid auf einem ziemlich großen Label. Setzt euch das unter Druck, Musik zu produzieren?
Michael Trent: Wir waren auf einem großen Label in den Staaten und sie wollten unser Album nicht herausbringen. Das hat alles lange gedauert, und letztlich konnten wir es erst veröffentlichen, als wir nicht mehr dort waren. Erst als wir angefangen haben, uns selbst um die Dinge zu kümmern und es selbst zu machen, ging alles ein bisschen schneller.

Farrelmagazine.com: Wie unterscheidet sich euer neues Album von eurem ersten?
Jacob Sinclair: Ich glaube, es ist eine Menge 50er Jahre-Zeug dabei. In mancher Hinsicht ist es cleaner, und manchmal, würde ich sagen, reifer. Aber es war uns immer wichtig, gute Songs zu machen. Wir stellen die zusammen, die wir am besten finden. Ja, ich glaube, die CD ist reifer geworden.

Farrelmagazine.com: Klingt es denn ähnlich?
Jacob Sinclair: Es ist ziemlich anders.
Michael Trent: Ja, es klingt nicht so sehr danach. Es ist ziemlich entspannt. Mehr Akustik-Gitarren und so.

Farrelmagazine.com: Fällt es euch schwer, euch darauf zu einigen, wie eure Musik klingen soll?
Michael Trent: Mit diesem Album hatten wir eine sehr klare Auffassung darüber, was wir machen wollten. Welche Einflüsse wir wollten und so. Da waren sich alle einig und wir haben das Album ziemlich schnell aufgenommen.

Farrelmagazine.com: Was ist für euch das beste daran, in einer Band zu sein?
Michael Trent: Ich glaube, einfach in der Lage zu sein, Musik zu machen. Songs zu schreiben, und dann daraus eine CD zu machen, die manche Leute wirklich lieben. Leute kommen zu den Shows, weil sie die Songs lieben und sie ihnen etwas bedeuten.

Farrelmagazine.com: Was sind eure persönlichen Lieblingsbands?
Michael Trent: Tom Petty and The Heartbreakers.

Farrelmagazine.com: Oder Bands, mit denen ihr schon immer gern mal touren wolltet.
Michael Trent: Tom Petty and The Heartbreakers (lacht).
Jacob Sinclair: Elvis Costello.
Michael Trent: Townes Van Zandt. Aber der ist tot. Wir hören viel alte Country-Musik, aber nicht das typische Zeug, an das man so denkt. Nicht wie Toby Keith oder so. Mehr amerikanische Country-Musik wie Hank Williams. Mh, mit wem würden wir noch gern touren?
Jacob Sinclair: Wir haben viel Respekt für Songwriter, die Geschichten erzählen. Leute, die was zu erzählen haben. Nicht so sehr coole neue Bands, bei denen es nur um einen eingängigen Song geht.

Farrelmagazine.com: Was macht ihr so, wenn ihr nicht auf Tour seid?
Michael Trent: Ich züchte Hühner.
Jacob Sinclair: Ich bin gerade umgezogen, nach Brooklyn. Dort habe ich einen Hinterhof. Da werde ich dann erstmal voll ins Gärtnern einsteigen, Sachen anbauen und so. Dann esse ich sie (lacht).

Farrelmagazine.com: Was macht ihr nach der Tour?


Michael Trent: Wir hoffen, auch in den USA touren zu können. Wir kommen dann glaube ich auch nach Europa zurück, und auch nach Deutschland, glaube ich. Ich weiß nicht genau, wohin, aber wir spielen im Juni auf Festivals.

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