Nice Nice - Extra Wow

Nice Nice - Extra Wow

Nice Nice, was für ein Bandname. Und die CD heißt dann auch noch – Trommelwirbel... – Extra Wow. Was wird einen da wohl erwarten? Also die Scheibe in den CD-Player, und warten, was das Portland-Duo Jason Buehler und Mark Shirazi so von sich gibt. Um es kurz vorwegzunehmen: Mit allzu viel Gesang sollte man nicht rechnen. Schon eher dagegen mit Tönen, die eine gefühlte Ewigkeit vor sich hin surren, viel, viel Hall und Wiederholungen (nein, da ist kein Sprung in der Platte). Wenn dann doch mal gesungen wird (wie zum Beispiel in A Vibration oder See Waves), dann ist das, vorsichtig gesagt, ein wenig monoton. Nahtlos fügt sich die Stimme gleich einem weiteren Instrument in die Lieder ein – dabei stechen die Vocals jedoch leider auch nicht positiv heraus. Im Vergleich zu manchen der ersteren Songs (On And On beschreibt sich schon ganz gut) ist das dann aber trotzdem schon fast eine freudige Abwechslung. Entspannt ist auf jeden Fall das psychedelische New Cascade, das sanft vor sich hin plätschert.


So richtig warm werden will man aber mit Extra Wow einfach nicht. Dafür bedient das Album viel zu sehr das Unter-Genre von einem Unter-Genre, weit entfernt von eingängigen Melodien oder überhaupt einer Art von Melodie. Dennoch, natürlich werden auch Nice Nice ihre Fans finden. Vergleichbar ist das Ganze mit Bands wie Health oder den Fuck Buttons. Auf der richtigen Lautstärke ist Extra Wow zumindest eine interessante Erfahrung. Und live wird den Jungs aus Oregon nachgesagt, ziemlich gute Auftritte hinzulegen. Trotzdem, irgendwie ist man dann froh, als es wieder vorbei ist. Aber vielleicht hat ja die Rezensentin die Kunst von Nice Nice nur nicht verstanden.






www.myspace.com/nicenice


06. Juni 2010, von Franziska
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