Kaizers Orchestra - Violeta Violeta Vol. II

Kaizers Orchestra - Violeta Violeta Vol. II

Kaizers Orchestra kann man mit Fug und Recht „die etwas andere Band“ nennen. Klar, das behaupten so viele Bands von sich, dass man es schon nicht mehr hören kann, aber im Fall der sechs Norweger stimmt es ausnahmsweise wirklich. Je verrückter und unkonventioneller es ist, desto eher passt es zu Kaizers Orchestra. Da kommen 'Instrumente' wie Ölfässer zum Einsatz – und ohnehin, gesungen wird natürlich nur auf Norwegisch. Hört sich zu abgedreht an? Funktioniert aber ziemlich gut und hat die Band vor allem in ihrem Heimatland äußerst erfolgreich gemacht. Jetzt gibt es das neue Album „Violeta Violeta Vol. II“, den zweiten Teil der „Violeta Violeta“-Trilogie.

Gewohnt ungewohnt fängt dann der erste Track
„I Ett Med Verden“ auch an – mit klangvollem Trommeln auf undefinierbaren Gegenständen. Mit „Tusen Dråper Regn“ wird es dann tatsächlich mal ruhiger und fast schon gefühlvoll. Mit dem anschließenden „Drøm Videre Violeta“ („Träum weiter Violeta“), der Vorabsingle, geht es ebenso beschaulich weiter. Eine nach vorn preschende Upbeat-Nummer ist dagegen „Faen I Båten“ - bei so viel Hyperaktivität kann man nur schwer sitzen bleiben. Insgesamt scheint „Violeta Violeta Vol. II“ ein bisschen ruhiger geworden zu sein als noch der Vorgänger „Violeta Violeta Vol. I“. Das macht aber gar nichts, im Gegenteil ist es einfacher, einen Zugang zu den Norwegern zu finden.
Im Booklet der CD kann man sogar die Texte nachlesen – natürlich nur, wenn man des Norwegischen mächtig ist. Ansonsten erzählt die Band die Geschichte des Albums auch gern selbst:
„Violeta Violeta Vol. II“ dreht sich um eine Frau, die durch ihre Träume mit ihrer gekidnappten Tochter kommunizieren kann. Das veranlasst die Protagonistin dazu, im Laufe von sieben Jahren sieben Eimer mit Tränen zu füllen. Ein „episches Drama“ eben.

Ihre Nonkonformität ist definitiv unverzichtbar, wenn man auflisten soll, was
Kaizers Orchestra ausmacht. Was prallt da nicht alles aufeinander, schon rein musikalisch: Gipsy-Rock kombiniert mit etwas, das in die Richtung von Punk geht – und dann kommen eben noch all die 'Instrumente' dazu. Da verwundert es kaum, dass schon der legendäre Tom Waits ein Fan vom Debutalbum der Norweger, „Ompa Til Du Dor“, war.





myspace.com/kaizerso
kaizers.no


 


 


Wer sich für die deutschen Übersetzungen der Lyrics interessiert, wird auf der deutschen Kaizers Orchestra-Fanseite kaizers.de fündig.

13. Januar 2012, von Franziska
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